Wer Kanarische Inseln sagt, der meint: Hotelmaschinen, überfüllte Strände
und pauschales Urlaubsglück in der Badewanne Europas. Von wegen: Die sieben
Eilande im Atlantik sind ein Paradies für Individualisten. Es gibt viel
zu entdecken im Reich des ewigen Frühlings.

Natürlich sind wir alle reif für die Insel, irgendwie. Aber für
welche? Faulenzen an Fuerteventuras Stränden, Tanzen durch Teneriffas Nächte
oder einfach Loslaufen auf La Palma? Jeder der sieben subtropischen Hot Spots
lockt mit anderen Reizen.
Eben noch toste der Atlantik im Ohr, die salzige Meeresluft tanzte auf der Zunge,
und jetzt schnuppert die Nase nur noch Höhenluft. Von 0 auf 3555 m, über
eine Reihe von Serpentinen und durch das grüne Orotava-Tal, hinauf auf den
Gipfel des Teide – ein Trip, der beispielhaft ist für die Vielseitigkeit
der größten Insel der Kanaren: Meeresrauschen und Gipfelrausch, Bausünden
neben Hotelparadiesen im trockenen Süden, Wandern im Anaga-Gebirge im grünen
Norden, Party in den Clubs von Playa de las Américas, oder Mountainbiken
rund um Puerto de la Cruz. Eine Insel für Müßiggänger, Natur,
Sports- und Stadtfreunde.
Sein Name spricht sich im Englischen wie das Wort für Wolke: cloud. Dabei
ist er mindestens einmal am Tag in der dem Himmel entgegen gesetzten Richtung
unterwegs. Andy McLeod ist Tauchlehrer auf Teneriffa. „Es ist als würde
man in einem Champagnerglas schwimmen“, beschreibt er das Gefühl,
sich in der fremden Welt des Meeres zu bewegen. „Aber unter Wasser ist
alles noch viel prickelnder.“ Im Hauptberuf ist der Schotte Kameramann,
und auch die anderen Tauchlehrer der Tauchschule Diversity im Süden der
Insel haben viel zu erzählen: Steve aus Belgien tourte zuvor durch Afrika,
José ist New Yorker und erzählt, dass es in Manhattan doch tatsächlich
eine Tauchschule geben solle. Teneriffa ist ihre Zwischenstation, vielleicht
sogar neues Zuhause.